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EU - Asia Arbitration Perspective 2014 International Conference

Vortrag
Datum: 24.07.2014, 09:00 bis 13:00 Uhr
Ort: Austrian Chamber of Commerce, Wiedner Hauptstrasse 63, 1040 Vienna.

Referent:
v.l.: KHOO Guan Huat | Partner bei Skrine, Kuala Lumpur; Prof. Duk Young PARK | Professor an der Eliteuniversität Yonsei University; Dr. Harald Sippel | Willheim Müller Rechtsanwälte


Am 24. Juli2014 referierte Ostasien-Experte Dr. Harald Sippel auf der gemeinsam vom Vienna International Arbitral Center (VIAC) und der Korean Arbitrators Association (KAA) abgehaltenen Konferenz "EU - Asia Arbitration Perspective 2014 International Conference" zum Thema med-arb: the European view.

Bei med-arb handelt es sich um eine vorranging in Ostasien in Verwendung stehende Art der Streitbeilegung, bei der zuerst ein Mediationsverfahren und nach dessen Scheitern ein Schiedsverfahren stattfindet. Die Besonderheit im Gegensatz zur mehrstufigen Streitbeilegung liegt darin, dass dieselbe Person zuerst als Mediator und danach als Schiedsrichter fungiert. Im ostasiatischen Raum werden bis zu 30 % aller Schiedsverfahren über med-arb (bzw arb-med) gelöst.

Dr. Sippel, der selbst viele Jahre in Ostasien (Korea, China, Taiwan) verbrachte und Koreanisch und Mandarin spricht, stellte die vielen Vorteile, die med-arb bietet, den Nachteilen, insbesondere den Befürchtungen bezüglich mangelnder Unabhängigkeit des (davor als Mediator fungierenden) Schiedsrichters gegenüber und erläuterte dem vorwiegend koreanischen Publikum die große Skepsis in der westlichen Welt gegenüber med-arb.

Trotz der derzeit vorherrschenden Skepsis schloss Dr. Sippel seinen Vortrag mit der Vorhersage, dass es in Zukunft auch in Europa vermehrt zu med-arb Verfahren kommen wird: Der immer stärker werdende wirtschaftliche Einfluss schlägt sich bereits jetzt in der Streitbeilegungskultur nieder; in Zukunft wird sich dieser Trend sogar verstärken.